Zukunftsland Baden-Württemberg – Einkaufsvielfalt touristisch positionieren


„Baden-Württemberg hat einen lebendigen, vielfältigen Einzelhandel, getragen durch viele mittelständische und inhabergeführte Unternehmen. Diese Stärke, die nicht zuletzt für eine hohe Anziehungskraft unserer Städte sorgt, muss noch stärker deutschlandweit und international beworben werden.“  

Philipp Frese, Inhaber Frese GmbH Textiles Einrichten Freiburg,
Präsident Handelsverband Südbaden

Die Angebots-Vielfalt, die hervorragende Servicequalität und das besondere Einkaufsambiente im Einzelhandel hier im Südwesten sind weit über die Grenzen von Baden-Württemberg bekannt. Für Besucher aus ganz Deutschland und aller Welt ist Einkaufen einer der wichtigsten Gründe, nach Baden-Württemberg zu kommen. Aus unserer Sicht liegt hier jedoch noch viel größeres und neues Potential, wenn die Weichen besser und vor allem mit dem Einzelhandel abgestimmt gestellt würden. Eine Positionierung als attraktives Shoppingland neben der Betonung als wichtiger Automobil- und Maschinenbaustandort ist deshalb eine wichtige Herausforderung in den kommenden Jahren. Dies würde auch der herausragenden wirtschaftlichen Bedeutung des drittgrößten Wirtschaftszweiges Handel entsprechen.


Wir fordern
  • Bessere Positionierung des Einzelhandels in allen Marketingaktivitäten des Landes hinsichtlich seiner herausragenden Bedeutung als wichtiger Wirtschafts- und Tourismusfaktor
  • Keine PKW- oder City-Maut, die potentielle Kunden, insbesondere auch aus Frankreich und der Schweiz, aus den Innenstädten abschrecken würde
  • Unterstützung des Einzelhandels bei der Verhinderung weiterer Fabrikverkaufszentren im ausländischen grenznahen Bereich, um Kundeneinkaufsströme nicht ins Ausland zu verlagern
  • Keine Bagatellgrenze bei der Mehrwertsteuerrückerstattung für Schweizer Kunden von 50 Euro, stattdessen Systeme zur elektronischen Erfassung der Mehrwertsteuerrückerstattung forcieren


Fragen und Antworten der Fraktionen
Die Verkehrsinfrastruktur ist aus Handelssicht nach wie vor recht mangelhaft. Lieferverkehr und Kunden, aber auch Mitarbeiter sind davon betroffen. Was sind die Kernpunkte Ihrer Verkehrspolitik in den kommenden Jahren?
CDU
GRÜNE
SPD
FDP

Wir brauchen einen Paradigmenwechsel in der Verkehrspolitik. Die Maxime lautet „Für jeden Weg das passende Verkehrsmittel“, ohne ideologische Bevorzugung einzelner Verkehrsträger oder Verbote. Ein leistungsfähiges Straßennetz und ein gutes Angebot im Öffentlichen Verkehr sind dabei unverzichtbar für den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg. Gerade auch der Einzelhandel braucht eine intakte Infrastruktur, damit die Waren zuverlässig die Kunden erreichen, und die Kunden den Einzelhandel selbst ansteuern können. Wir wollen deshalb in den kommenden 5 Jahren eine Milliarde Euro verlässlich und planbar für den Straßenbau einsetzen und den ÖPNV weiter ausbauen.

Eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur ist für ganz Baden-Württemberg unersetzlich. Deshalb investieren wir Rekordsummen in den Straßenerhalt. Waren es 2010 noch 50 Mio. Euro, beträgt der Mitteleinsatz aktuell 120 Mio. Euro. Damit stellt das Land so viele Mittel wie noch nie für den Erhalt des Landesstraßennetzes zur Verfügung. Wir wollen die Fahrgastzahlen im öffentlichen Verkehr in Baden-Württemberg bis 2030 verdoppeln. Dazu haben wir eine Offensive für einen innovativen ÖPNV vom Schienenverkehr über die Stadtbahn, den Regionalbus bis hin zum Ruftaxi auf den Weg gebracht.

Baden-Württemberg braucht eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur für seine Menschen und seine Wirtschaft. Darum haben wir den Sanierungsstau der CDU-/FDP-Vorgängerregierung beendet. In den kommenden Jahren werden wir die Sanierung und den Aus- und Neubau von Landesstraßen weiter vorantreiben. Die Förderung von neuen Angeboten, wie z. B. von Bürgerbussen, mit denen v.a. auch ältere Menschen z. B. in die Kommunen zum Einkaufen fahren können, werden wir weiter ausbauen. Die von uns geschaffenen Voraussetzungen für „shared space“ wollen wir nutzen, um in Innenstädten mehr Raum zur Begegnung, aber auch zum entspannten Einkaufen zu ermöglichen.

Wir haben mit unserem Konzept „Mobilitätsoffensive Baden-Württemberg 23“ bereits vor zwei Jahre vorgelegt, wie es gehen kann: Ausbau der nötigen Infrastruktur und intelligente Telematiksysteme, damit das vorhandene Verkehrsnetz wesentlich besser genutzt werden kann. Zudem muss die Logistikwirtschaft wieder ein Schwerpunktthema werden. Wir wollen zudem in den nächsten fünf Jahren 1 Milliarde Euro für den Ausbau der Verkehrswege und das schnelle Internet investieren, um die Wettbewerbsfähigkeit und Lebensqualität in Baden-Württemberg zu erhöhen.


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Baden-Württemberg e. V.

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