Landtagspräsident Wilfried Klenk bei Betten Windmüller

rechts Martin Windmüller,
links Wilfried Klenk, Landtagspräsident

Welche Sorgen und konkreten Wünsche an die Politik hat ein Einzelhandels-Unternehmer? Landtagspräsident Wilfried Klenk suchte dazu kürzlich den Dialog mit dem Bettenhausbetreiber Martin Windmüller – vor Ort in seinem Geschäft. Eingeladen hatte der Handelsverband Baden-Württemberg im Rahmen seiner Faktencheck-Reihe „Wer handelt für den Handel?“ *.

Gemeinsam mit mehreren Lokalpolitikern aus Backnang besuchte der CDU-Abgeordnete, der den Wahlkreis Backnang im Landtag vertritt, das Backnanger Betten- und Wäschefachgeschäft Windmüller. „Ziel unserer Kampagne „Wer handelt für den Handel?“ ist es, die Politik für die Belange des Handels zu sensibilisieren und den Handelsalltag in der Praxis und mit Blick hinter die Kulissen vorzustellen“, sagt Ludwig Schmid, Assistent der Geschäftsführung beim Handelsverband. „Dabei reicht das Themenspektrum vom Mindestlohn, der Innenstadtpolitik über Fachkräftesicherung bis hin zur Steuer- und Verbraucherschutzpolitik.“

Unternehmer Martin Windmüller erläuterte bei dem rund anderthalbstündigen Betriebsbesuch am 15. Januar konkret Themen, die seinen betrieblichen Alltag, lokale Gegebenheiten, aber auch spezifische Ärgernisse an seinem Standort tangieren.

Lokale Themen auf der Agenda

So war das Bettenhaus vom Hochwasser 2011 massiv betroffen, was zu hohen Eigeninvestitionen in den Schutz zur Folge hatte. In diesem Zusammenhang fordert Windmüller eine schnelle und unbürokratische Umsetzung der Hochwasserschutzmaßnahmen in der Region. „Planungssicherheit ist das A und O für erfolgreiches unternehmerisches Handeln“, so Windmüller. Das treffe auch für Bereiche wie Erreichbarkeit, flexible Arbeitsmarktgestaltung oder Steuergerechtigkeit zu.

Stellvertretend für viele Händlerkollegen betonte er auch die große Herausforderung des Cityhandels durch den digitalen Wandel und das veränderte Käuferverhalten. Nirgends wirke sich die Digitalisierung so intensiv wie im Handel aus: Der Kunde kenne keine Grenzen mehr zwischen der digitalen Information und der Kaufentscheidung für online oder stationär. Die Politik müsse sich daher dringend bewusst machen, dass es auch künftig eine attraktive „Stadt ohne Handel“ nicht gibt. Insofern seien neben dem politischen Bekenntnis für einen starken stationären Handel auch eine auf die Innenstadt gerichtete Infrastruktur- und Verkehrspolitik. Hier hatte der Handelsverband erst kürzlich eine konkrete Unterstützung des Landes beim Thema Handel 4.0 gefordert.

Bedeutung des Einzelhandels als Wirtschaftskraft betont

Martin Windmüller, der auch im Backnanger Stadtmarketing als Vorstand für Einzelhandel und Gastronomie fungiert: „Mir ist es wichtig, bei Politikern – im Land genauso wie hier vor Ort – für Verständnis unserer Belange zu werben und grundlegende Einblicke in den Handelsalltag zu gewähren. Denn wir prägen nicht nur entscheidend die Attraktivität der Innenstadt, sondern sind auch wichtiger Arbeitgeber, engagierte Akteur und Steuerzahler in Backnang.“

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