HV startet Kandidaten-Check vor Ort - Modehaus Lenk

Gaby Möckl (li.) und Horst Lenk (2.v.r.) vom Modehaus Lenk in Pforzheim besprachen gemeinsam mit HV-Hauptgeschäftsführerin Sabine Hagmann (re.) Handelsthemen mit Dr. Hans-Ulrich Rülke. Foto: Handelsverband

Mit einer Kandidaten-Tour durch Einzelhandelsunternehmen in ganz Baden-Württemberg ist der Handelsverband in den Wahlkampf zur Landtagswahl 2016 gestartet.


Im Fokus steht dabei die Frage an die Politiker: Wer handelt für den Handel?


In den kommenden Monaten bis zum Wahltag Mitte März 2016 sollen Kandidaten der vier derzeit im Landtag vertretenen Parteien Rede und Antwort stehen. Unternehmerinnen und Unternehmer aller Branchen des Einzelhandels, in Städten und Gemeinden, in kleinen Geschäften und großen Supermärkten werden hierfür ihren regionale Kandidaten für den Landtag einladen und einen Blick in den Betriebsalltag gewähren.


Erste Station war Ende Juli das Modegeschäft von Handelsverbands-Präsident Horst Lenk in der Pforzheimer Innenstadt. Zu Gast war der Fraktionsvorsitzende der FDP im Landtag, Dr. Hans-Ulrich Rülke, der den Wahlkreis Enz vertritt und für die Wahlkreise Pforzheim und Enz kandidieren wird. Der Politiker informierte sich in einem rund zweistündigen Gespräch mit einer Betriebsbesichtigung im Modehaus Lenk über aktuelle Handelsthemen – quasi vor Ort und am konkreten Beispiel. Ob Mindestlohn, überbordender Bürokratieaufwand, Minijobs oder Steuerthemen: Bundes- und Mittelstandsthemen wurden ebenso diskutiert wie lokale Besonderheiten und Wünsche der Pforzheimer Händlerschaft. Im Fokus bei den lokalen und Landesthemen: die politische Unter-stützung bei der Stärkung der Innenstadt und die Forderung nach einer besseren Positionierung der Goldstadt im Dreieck zwischen den Oberzentren Stuttgart und Karlsruhe sowie dem Onlinehandel. Dazu gehört in erster Linie auch die konkrete Umsetzung von Vorhaben zur Attraktivitätssteigerung wie die Neugestaltung der Pforzheimer Fußgängerzone. „Seit 31 Jahren ist diese unverändert – und damit kein Aushängeschild für eine attraktive City!“, kritisierte Lenk.


Der Handelsverbands-Präsident, zugleich auch Vizepräsident des Handelsverbands Deutschland, brachte in zahlreichen weiteren Punkten die Sorgen seiner vielen Händlerkollegen im Land vor:


So klagen viele Unternehmer über die rigiden Kontrollen in Sachen Mindestlohn, die eine ganze Branche zu Unrecht an den Pranger stellen und bei den Aufzeichnungspflichten über Gebühr strapazieren. Lenk forderte neben einer Besserung hierbei auch eine Strategie des Landes in Sachen Digitaler Wandel. „Nicht nur für den Einzelhandel selbst, sondern auch für die Städte und die gesamte Gesellschaft bedeutet dieser einen enormen Umbruch. Nicht zuletzt muss hier für alle Marktteilnehmer seitens der Politik Gerechtigkeit in Sachen Steuern und Arbeitsmarkt geschaffen werden.“

In den kommenden Wochen und Monaten wird der Handelsverband gemeinsam mit Unternehmen viele weitere Kandidaten unterschiedlicher Wahlkreise und Parteien in die Betriebe vor Ort einladen, um in einen regen Austausch zu treten und aktuellen Themen des Einzelhandels zu thematisieren.


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